Zwei Jahre nach dem Tod des Schweden sucht die Bergman-Stiftung jetzt per Inserat im US-Filmblatt «Variety» jenseits des Atlantik Interessenten für «Hammars»: «Möchten Sie Bergmans Heim besitzen?» steht in der Anzeige. Bis August können Angebote beim Londoner Auktionshaus Christie’s eingereicht werden.
Nach der Entscheidung aber gilt nur noch das Prinzip Hoffnung: Was die neuen Eigentümer mit ihrer berühmten Immobilie südlich von Gotland anstellen, bleibt ganz ihnen überlassen.
Das bei Filmfreunden in aller Welt bestens bekannte Anwesen auf der kleinen Ostsee Insel Fårö ist dem Meistbietenden zu verkaufen, hatte er im Testament auf für ihn typisch eigensinnige Weise bestimmt.
Auf Fårö hatte der 2007 mit 89 Jahren hier gestorbene Bergman seit den 60er Jahren Filme gedreht, in einer alten Scheune als Privatkino täglich Filme angeschaut und bis zu seinem Tod geschrieben. Dass der enorm selbstbewusste Regisseur den Weltruf von Fårö einfach als Erbe für seine alles in allem neun Kinder versilbern wollte und die spätere Verwendung ihm egal war, glaubt in Stockholm niemand. Vielmehr wollte Bergman wohl nachhelfen, damit die schwedische Regierung richtig tief in die Steuerkasse greift, um das weltberühmte Kulturerbe teils als Museum und teils als Zentrum für aktive Künstler zu sichern.